Jochen Frisch, Immobilien Consultant Jochen Frisch, Immobilien Consultant

 

Jochen Frisch ist Unternehmer und seit 2013 Partner im Ingenieurwerk (IW) in Hamburg-Wilhelmsburg. Dem Studium an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg folgte der Abschluss des Studiengangs Architektur und Städtebau an der HafenCity Universität Hamburg mit der staatlichen Abschlussbezeichnung Diplom-Ingenieur der Architektur. Danach war er zunächst in der Stabsstelle für technisches Immobilienmanagement bei der HIH Property Management GmbH tätig, bevor er als Facility-Management-Berater bei FM-Effect.com Consulting GmbH tätig wurde. Im Januar 2013 folgte dann die Unternehmensgründung von Frisches-Management. Herr Frisch ist verheiratet und hat drei Kinder.

IW: Was genau versteht man eigentlich unter Facility Management, was ist die Aufgabe von Facility Management?

JF: Das Facility Management hat eine ganzheitliche Sicht auf die Lebenszyklen von Immobilien. Es geht darum, ein Gesamtbild der Investition der Immobilie zu erhalten: So werden alle Phasen der Immobilie definiert: Von der Bedarfsplanung, über den Bau, der Nutzung bis hin zur Verwertung der Immobilie. Man hat also sämtliche Prozesse rund um das Gebäude und die verbundenen Anlagen im Fokus. Zusammengefasst kann man also sagen, dass die Hauptaufgabe von Facility Management darin besteht, die Nutzungsflexibilität, die Kapitalrentabilität und den Werterhalt von Anlagen und Einrichtungen durch die gezielte Planung, Kontrolle und Bewirtschaftung zu verbessern.

IW: Wer braucht Facility Management?

JF: Wenn Unternehmen die Organisation ihrer hauseigenen Infrastruktur optimieren wollen, oder aber diese an ein professionelles Unternehmen vergeben wollen, weil sie sich um ihr eigentliches Kerngeschäft kümmern wollen und sollen – denn da kommt schließlich ihre Wertschöpfung her –,dann kommen wir ins Spiel. Wir organisieren das Facility Management und arbeiten im Hintergrund, indem wir alle Prozesse im Unternehmen so verzahnen, dass die Primärprozesse, also das Kerngeschäft des Kunden, bestmöglich unterstützt wird.

IW: Was sind die Vorteile, die ein Unternehmen hat, wenn Sie einen externen Berater für Facility Management beauftragt?

JF: Die Beweggründe für ein Unternehmen, jemanden wie uns zu beauftragen, liegen klar auf der Hand: Unternehmen reduzieren sowohl Kosten als auch Risiken, wenn sie uns als Facility-Management-Berater beauftragen. Die Unternehmen erhalten von uns auf Wunsch eine umfassende Kosten-/Nutzen-Analyse ihrer Immobilie und den damit verbundenen Dienstleistungen inklusive damit verbundene Verbesserungsvorschläge. Die Optimierungsmöglichkeiten sind in den meisten Unternehmen enorm und die Wertschöpfung sehr weitreichend.

IW: Was genau ist Ihre Dienstleistung?

JF: Frisches Management bietet Unterstützung beim Aufbau von Organisationstrukturen aller Dienstleistungen, die sich innerhalb der Errichtung und des Betreibens von Immobilien, und die sich außerhalb ihres Kerngeschäftes befinden, an. Wir fokussieren uns dabei insbesondere auf das Projektmanagement. D.h., wir suchen für das jeweilige Projekt spezialisierte Unternehmen, u.a. auch aus dem Ingenieurwerk, um gemeinsam mit diesen eine ganzheitliche Projektstruktur zu erstellen.. Daneben bieten wir Betreiber- und Entsorgungskonzepte, Facility-Management-Ausschreibungen, technisches Projekt-Management, technische Due Dilligence sowie Real Estate Management an.

IW: Wie definieren Sie Ihre Rolle als Facility Management Berater? Was liegt Ihnen besonders am Herzen?

JF: Ich sehe mich als Netzwerker, bei dem alles zusammen läuft und der mit entsprechendem fachlichen Know-how die Projekte steuert. Als zentraler Ansprechpartner für meine Kunden muss ich neben dem sehr guten technischen Fachwissen auch mit Führungsqualitäten und Kommunikationsstärke aufwarten. Strategisches Denken ist ebenso gefordert wie taktisches Geschick und Kreativität. Es ist ein spannender Beruf – vielfältig in seinen Tätigkeitsbereichen und Herausforderungen. Im Kern geht es mir darum, dass unser Kunde eine Art „Rundum-Sorglos-Paket“ erhält. Nach dem Motto: Machen Sie Ihre Arbeit, wir organisieren den Rest.

Als bewusster Mensch ist das Thema Nachhaltigkeit für mich von besonderem Interesse: Nachhaltige Immobilien sind nicht nur umweltfreundlich und ressourcensparend. Sie sind für ihre Nutzer auch behaglich und gesund – und fügen sich optimal in ihr soziokulturelles Umfeld ein. Sie stehen also in gleicher Weise für wirtschaftliche Effizienz und langfristigen Werterhalt, denn sie überzeugen durch niedrige Betriebs- und Unterhaltskosten. Das finde ich in der heutigen Welt unerlässlich.

IW: Wie können Sie mit Ihrer Dienstleistung langfristig erfolgreich am Markt sein?

JF: Mein Standort in Hamburg-Wilhelmsburg ist bewusst gewählt: Ein Netzwerk wie das Ingenieurwerk bietet für unsere Unternehmensstruktur einen optimalen Nährboden. Die Zeiten, in denen ein Planungsbüro als Generalist alle Aufgaben auf sich vereinte, sind vorbei. Wir leben heute in einer hoch spezialisierten Ingenieurwelt. Heute geht es mehr denn je darum, ein Netzwerk aus Spezialisten um sich zu vereinen und gemeinsam Lösungsansätze, individuell, entlang der Aufgabenstellung des Kunden, zu erarbeiten.

IW: Was macht Ihr Unternehmen so besonders?

JF: Es ist heutzutage enorm wichtig, möglichst alle Stakeholder und ihren Bedarf zu verstehen, um eine nachhaltige, lebenszyklusorientierte Immobilie zu erhalten. Ein wesentliches Kernelement unserer Beratung ist es, eine intensive Analysephase und Bedarfsplanung mit hohem Einfühlungsvermögen und professionellen Methoden zu begleiten und das Projekt nach diesen Planungsvorgaben entsprechend zu steuern.

IW: Worin unterscheiden Sie sich von anderen Mitbewerbern?

JF: Frisches Management unterscheidet sich in seiner Struktur dahingehend, dass wir nicht, wie die meisten Beratungsunternehmen in diesem Segment, alle Spezialisten im eigenen Hause beschäftigen. Wir bewegen uns in einem vielschichtigen Netzwerk und arbeiten bei Bedarf mit spezialisierten Unternehmen zusammen. Das sind z.B. Netzwerke wie das Ingenieurwerk. Durch dieses Prinzip können die einzelnen Experten individuell in das jeweilige Projekt mit einbezogen werden. Wie in einer Art Schubladensystem. Es liegt auf der Hand, dass der Kunde hier schon einen enormen monetären Mehrwert erhält.

Ein weiterer Unterschied zwischen den Mitbewerbern und uns ist, dass wir offen damit umgehen, dass 80% der Beratungsprodukte standarisierte Verfahren sind und wir die verbleibenden 20% passgenau entwickeln. Dieser Prozess kann, je nach Kundenbedürfnissen, knapp oder auch sehr umfänglich sein. Unsere Angebote beinhalten also nicht das Prinzip, das Rad bei jedem Auftrag neu zu erfinden.

IW: Was ist Ihr Ziel, was wollen Sie beim Kunden erreichen?

JF: Wir möchten unseren Kunden dabei helfen, sich auf ihr Kerngeschäft – ihre Primärprozesse – zu konzentrieren und ihre Sekundärprozesse in unsere Hände zu geben. Dadurch helfen wir Ihnen noch erfolgreicher zu werden.

IW: Sie haben das Schlusswort. Bitte …

JF: Ich bin der Meinung, dass oft die offensichtlichsten, pragmatischsten Lösungen häufig auch die effizientesten Lösungen sind.

IW: Vielen Dank für das Gespräch.

 

Das Interview führte Angelika Franz.

Weitere Informationen zu Frisches Management: www.frisches-management.de

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