Unser Partner AST ist ein Planungsbüro mit Sitz in Hamburg-Wilhelmsburg und besteht als GbR seit 1992. Geschäftsführer und Partner des Unternehmens sind Dipl. Ing. Architekt Lefteris Athanasiou und Dipl. Ing. Architekt Ulrich Ernst. Dem Planungsverständnis folgend, steht das Büro Auftraggebern grundsätzlich für alle Leistungsphasen der HOAI im Bereich Städtebau- und Hochbauplanung zur Verfügung.

Sie sind Künstler und Techniker, Berater und Planer, Visionäre und gleichzeitig Realisten. Architekten mit Herz und Verstand. Bodenständig – und trotzdem Freigeister.  Ich treffe die beiden Architekten Ulrich Ernst und Lefteris Athanasiou in ihrem Büro. Es ist einfach und zweckmäßig eingerichtet. Hier wird gearbeitet – das spürt man sofort. Ich spüre eine Herzlichkeit und Zugewandtheit, die mich bereits beim ersten Kennenlernen im letzten Jahr beindruckt hat.

„Kennengelernt haben wir uns im Architekturstudium in der HfBK . Der Klassiker also“, lacht Athanasiou. „Ulrich war 2 Semester unter mir, wir haben uns gelegentlich in der Hochschule in diversen Vorlesungen gesehen – wir waren uns sofort sympathisch. Direkt nach dem Studium, 1988,  habe ich dann in dem traditionsreichen Hamburger Planungsbüro PPL (Planungsgruppe Professor Laage) angefangen zu arbeiten. Im März 1991 fing Herr Ernst dort an zu arbeiten. 2 Jahre haben wir hier zusammengearbeitet. Erst hier haben wir festgestellt, dass wir gut zusammenarbeiten und uns in unserer Kreativität gegenseitig ergänzen können. Das erste Projekt, welches wir gemeinsam bei PPL umgesetzt haben, war ein größerer Wohnungsbau (16 WE) für Berlin-Zellendorf: Ich wurde mit der Genehmigungsplanung und mit der Ausführungsplanung des Bauvorhabens beauftragt; Herr Ernst hat hier die Detailplanung übernommen. Das zweite gemeinsame Projekt war der Entwurf der “Kronenpassage” in Göttingen und das dritte der Entwurf eines Büro- und Geschäftshauses am Prenzlauer Berg in Berlin. Hier waren auch andere Kollegen von PPL beteilig. Es folgten der Entwurf und die Ausführungsplanung der neuen Werra-Brücke in Hann.Münden und die Planung der Verkehrsberuhigung der Riesstraße für die Gemeinde Ritterhude. Die zwei letzten Objekte waren Stadtplanungsprojekte“ erzählt mir Lefteris Athanasiou.

ast Architekten Lefteris Athanasiou & Ulrich Ernst

ast Architekten Lefteris Athanasiou & Ulrich Ernst

„Parallel zu den Projekten, bei denen wir bei PPL zusammengearbeitet haben, entwickelten wir in der Zeit von August 1992 bis März 1993 auch eigene Projekte – meistens abends “am Küchentisch”. Die Entscheidung zur Gründung eines eigenen Büros haben wir dann an einem Abend im August 1992 getroffen. Ausschlaggebend war damals der große Bedarf im Wohnungs- und im Verwaltungsbau in den neuen Bundesländern nach der Wende. Das war Ansporn und Triebfeder zugleich.“

„Uns beiden ist der Anspruch, einen Beitrag zur Verbesserung der Umgebung, der Stadt, des Stadtteils und der Umwelt zu leisten, sehr wichtig. Und wo, wenn nicht dort, konnte man genau das in vorbildlicher Weise leisten“, sagt Athanasiou und ergänzt: „Der Städtebau ist in den neuen Bundesländern stark vom politischen Hintergrund beeinflusst gewesen. Die spezifischen wirtschaftlichen und sozialen Strukturen in den „alten“ bzw. neuen Bundesländern haben ihre Spuren hinterlassen. Die Entwicklung der Städte und Regionen in den neuen Bundesländern nach der Wende fand unter besonderen Vorzeichen statt: Raus aus der sozialistischen Ödnis – hin zu mehr Viel- und Nachhaltigkeit. „Auch wenn wir dem architektonischen Erbe der damaligen DDR zum Teil mit sehr viel Fingerspitzengefühl begegnen mussten.“

1998 freute man sich dann über die Beauftragung der Planung und Bauüberwachung der Grund- und Musikschule in Leipzig. Es handelte sich hierbei um das ehemalige Wohnhaus von Robert und Clara Schumann wird mir erzählt. Ein Haus mit Geschichte also und heute ein Haus für die Musik. Als leidenschaftliche Musikfans, wie sich beide Architekten mir gegenüber bekennen, die auch in der Freizeit gerne mal zusammen auf Konzerte gehen, hatte dieses Projekt natürlich einen gewissen Charme.

Die Sanierung eines Mehrfamilienhauses in Hamburg-Eppendorf aus der Jahrhundertwende hat den beiden  dann wenig später gezeigt, dass der Sanierungs- und Modernisierungsbedarf in Hamburg sehr groß ist. Das hat sie angespornt, eine Reihe von Seminaren zur Weiterbildung als Baugutachter zu besuchen.
Seit dem Jahr 2002 betreut AST hauptsächlich Projekte in Hamburg. Aber auch in anderen Städte wie zum Beispiel in Hemmoor, Wismar, in Klein-Rönnau und in in Buchholz i.d. Nordheide hat man sich an Projekten beteiligt.
Eine der größten Herausforderungen für das Architekturbüro war es, eine Reihe von Gutachten und Sanierungskonzepten für ein mittelgroßes Krankenhaus (ca. 360 Betten) in Hamburg, zu erstellen. Das hat man dann aber souverän und mit viel Sachverstand erfolgreich zum Abschluss bringen können.
Und heute? „Heute arbeiten wir als Tandem immer noch gut zusammen, grinst L. Athanasiou und sagt: Wir ergänzen wir uns immer noch sehr gut in unseren fachlichen Schwerpunkten. Das macht es uns leicht zusammenzuarbeiten – und immer noch Spaß.“

Lefteris Athanasiou ist bei AST  für die Entwurfsplanung, die Stadtplanung, die Objekt- und Ausführungsplanung sowie für die Betreuung der Baustellen zuständig. Zusätzlich verantwortet er das  Thema Brandschutz.

ast Architekt Ulrich Ernst

ast Architekt Ulrich Ernst

Ulrich Ernst übernimmt die Ausführungsplanung, die Ausschreibung, die Bauüberwachung sowie die Energieberatung. Die Begutachtung und die Entwicklung von Sanierungskonzepten übernimmt jeder von ihnen.

Beiden liegt die personenbezogene Betreuung der beauftragten Vorhaben am Herzen. „Unsere Bauherren wollen wissen, dass sie mit ihren Vorhaben nicht allein gelassen werden. Sie wollen wissen, dass sie mit der Beauftragung des Büros AST, die richtige Entscheidung getroffen haben“, sagt Ulrich Ernst. „So legen viele unserer Auftraggeber einen großen Wert darauf, dass die Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden reibungslos verläuft und konstruktiv gestaltet wird. Wir nehmen alle ihre Belange ernst – und darauf kommt es an: Dass sie sich gut betreut fühlen. Das liegt uns besonders am Herzen, darauf  legen wir  Wert. Wir bekommen häufig ein positives Feedback von unseren Bauherren über die Leistungen, die wir geboten haben. Und zu sehen, dass die von uns betreuten Projekte gerne angenommen und genutzt werden, freut uns dann auch.“

Ob sie bei all den positiven Meldungen noch viel Eigenakquise betreiben müssen, will ich wissen. Und ob sie von der Verbindung, Partner im Ingenieurwerk zu sein, profitieren . „Viele der Bauherren mit denen wir in den letzten Jahren zusammen gearbeitet haben, kommen in der Tat immer wieder zu uns. Man vertraut uns und schätzt unsere zuverlässige Art“, versichert  Athanasiou. „Wir erhalten auch sehr oft Aufträge von neuen Bauherren, denen wir von unseren alten Bauherren empfohlen wurden. Und selbstverständlich profitieren wir davon, Partner im Ingenieurwerk zu sein. Wie alle kleinen und mittelständischen Unternehmen die sich keine eigene Marketingabteilung leisten können, profitieren wir von der Arbeit, die das Ingenieurwerk leistet. Das fängt von der erhöhten Wahrnehmung des Ingenieurwerks im Markt an  und endet beim fachlichen Austausch auf dem Flur mit anderen Partnern. „Wenn wir – wie vor Kurzem geschehen – neues Personal brauchen, stellt uns das Ingenieurwerk eine Stellenanzeige auf die Webseite. Und wenn es etwas Neues zu berichten gibt, haben wir die Möglichkeit, das über das Ingenieurwerk dem Fachpublikum oder der Fachpresse mitteilen zu lassen. Das ist doch ein absoluter Mehrwert“, bekomme ich zu hören  und verbuche das als positives Feedback.

ast Architekt Lefteris Athanasiou

ast Architekt Lefteris Athanasiou

Fremd- und Eigenansicht sind manchmal zwei paar Schuhe und mich interessiert noch, wie sich die Akteure selber sehen. Sehen sie sich eher als Techniker und Ingenieur oder als Künstler und Entwerfer. Oder gar als beides? Als Antwort bekomme ich folgende Aussage: „Kreativität, Gestaltungsvermögen, innovative Ideen sowie rationales Denken und Handeln sind – besonders bei der Ausführung – wichtige Faktoren bei unserer Arbeit, sagt Athanasiou. Dabei darf der wirtschaftliche Rahmen der Objektausführung nicht unbeachtet bleiben. Der Beruf eines Architekten erfordert neben umfangreichem Bauwissen, auch die Gabe der Vorstellungskraft und Kreativität. Als Architekt muss man in der Lage sein, nur aus Stichpunkten heraus ein Gebäude oder eine Landschaft zu entwerfen und diese umzusetzen. Die Kunst und Herausforderung ist hierbei aber nicht nur der Entwurf bzw. das Aussehen von einem Gebäude, sondern auch die Funktionsweise.“

Die persönliche Motivation sehen die beiden Architekten in ihrem Tun. Sie arbeiten gerne – und das sieht man ihnen an. Ich erfahre, dass sie sich als Mitgestalter, als Handelnde sehen, die einen wesentlichen Beitrag für die Gesellschaft leisten. „Wir Architekten tragen mit dazu bei, wie sich die Gestaltung eines Gebäudes in die Umgebung einfügt. Wir nehmen also eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung einer gut funktionierenden Gesellschaft ein“, sagt Athanasiou und erläutert:  „Wir – und ich spreche da für uns beide – denken, planen und handeln ressourcenschonend und übernehmen somit Verantwortung für die Wahrung von Ressourcen und Natur”. Das ist eine schöne, eine sinngebende Aufgabe, sagt er und ich kann nur bestätigen, dass sich Begrifflichkeiten, Werte wie  „Qualität am Bau“, „Sinn für Ästhetik“ oder „Ökologie und Nachhaltigkeit“ für diese beiden Architekten keine leeren Worthülsen sind, sondern – nach ausgiebig langer Recherche meinerseits – beachtet und angewendet werden.

Das Interview führte Angelika Franz.

Weitere Informationen zu AST erhalten Sie hier: www.iw-hh.de/ast-planungsbuero-hamburg/

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