Wir stellen unseren Mitgründer, das Generalplanungsbüro planwerk elbe GmbH vor und werfen einen besonderen Blick auf den Bereich der Gefahrstofflager: Unser 4. Partnerportrait!

planwerk elbe: Das Generalplanungsbüro mit der Spezialkompetenz
„Planung und Bau von Gefahrgutlagern“

Geht es um die Lagerung von Gefahrstoffen, müssen bestimmte  Anforderungen an ein Lager erfüllt werden; das hat gute Gründe. Welche Anforderungen es an ein Gefahrstofflager gibt, welches Spezialwissen dabei gefordert ist, wie man Umwelt und Mitarbeiter vor Gefahren, die von diesen Stoffen ausgehen schützen kann und welche Leistungen dabei planwerk elbe erbringen kann, zeigt Ihnen unser nachfolgender Artikel.

Das ist planwerk elbe

Die planwerk elbe GmbH beschäftigt sich seit über 35 Jahren mit rund 40 Mitarbeitern intensiv mit der Bauplanung und Bauberatung im Industrie-, Gewerbe- und Verwaltungsbereich und verfügt über einen exzellenten Ruf als kompetentes und verlässliches Generalplanungsbüro. Ihr Portfolio umfasst die Gebäudeplanung und Architektur, die technische Gebäudeausrüstung, Leistungen aus dem Bereich der Tragwerkplanung und Ingenieurbauwerke sowie die Planung und den Bau von Gefahrstofflagern.

Foto PWE: planwerk elbe übernimmt die Generalplanung für den Neubau einer Lagerhalle für Gefahrstoffe der Ernst Glomm GmbH & Co. KG

Foto PWE: planwerk elbe hat die die Generalplanung für den Neubau einer Lagerhalle für Gefahrstoffe der Ernst Glomm GmbH & Co. KG übernommen

Die besondere Herausforderung Gefahrstofflager

Ein Gefahrstofflager zu planen und zu bauen erfordert enormes Spezialwissen. planwerk elbe bietet als einer der wenigen alle erforderlichen Fachdisziplinen im eigenen Hause an: Von der Erstellung eines Lagerkonzeptes, über das Brandschutzkonzept bis hin zur statischen Auslegung. Selbst Anforderungen aus der technischen Gebäudeausrüstung, wie z.B. Lüftungsanlagen für Lager für entzündliche Stoffe (Flammpunkt kleiner 55°C) oder der Beheizung der Flächen, z.B. als Flächenheizung, um die Dächer frei von Installationen zu halten, werden mit abgedeckt.

Zum Gefahrstofflager gehören auch die anliegenden Abfpllbereiche und Umschlaganlagen

Foto PWE: Zum Gefahrstofflager gehören auch die anliegenden Abfüllbereiche und Umschlaganlagen

“Das Besondere am Bau eines neuen Lagers oder der Umgestaltung eines bereits existierenden Lagers zur zukünftigen Einlagerung von Gefahrstoffen, ist die Beachtung diverser Rechtsvorschriften seitens der EU, des Bundes sowie der Länder. Gerade wenn neue EU-Normen länderspezifische Anforderungen ersetzen, hilft uns unsere 35-jährige Erfahrung mit den Rechtsvorschriften und deren Auslegung. Wie umfangreich unser Spezialwissen sein muss, zeigt ein Blick auf die anzuwendenden gesetzlichen Regelungen. Hierzu zählen neben dem Bundesimmissionsschutzgesetz, dem Wasserhaushaltsgesetz, der Störfall-Verordnung, die Anforderungen aus dem Gefahrstoffrecht wie z.B. der TRGS 510, auch die Löschwasserrückhalte- sowie die Industriebau-Richtlinie. All dieses gilt es im Sinne des Betreibers sinnvoll in Einklang zu bringen“ sagt Geschäftsführer von planwerk elbe GmbH, Matthias Fritsch und ergänzt: „Neben den baulichen, organisatorischen und technischen Anforderungen an ein Gefahrstofflager sind auch die, in denTechnischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) aufgeführten, Zusammenlagerungsverbote von hoher Wichtigkeit, da sich bei der Erstellung des Lagerkonzeptes, entsprechende Compartments ergeben können. So dürfen Stoffe zusammengelagert werden, sofern entsprechende Schutzmaßnahmen berücksichtigt werden.”

Beispiel Wassergefährdende Stoffe

“Handelt es sich bei der Lagerung z.B. um wassergefährdende Stoffe , gilt es, Lager, Abfüllbereiche oder Umschlagflächen mit sogenannten „dichten“ Flächen zu versehen, damit nichts in den Boden und in das Grundwasser versickern kann. Böden/Sohlen müssen zudem statisch entsprechend ausgelegt werden. Nur so wird der erforderliche Dichtheitsnachweis erfüllt. Sollte die Gefahr bestehen, dass die Gefahrstoffe den mineralischen Beton an- oder auflöst, ist mit entsprechenden Beschichtungen oder sonstigen abdichtenden Maßnahmen wie Stahl- oder HDPE-Auskleidungen (thermoplastische Kunststofffolie) zu planen. Je nach Wassergefährdungsklasse (WGK) gelten also unterschiedliche Anforderungen an die Beschaffenheit und die Ausstattung an ein Lager” sagt Fritsch.

Zusätzliche Leistungen aus dem Ingenieurwerk

Zusätzliche Leistungen, wie die des Logistikplaners Rusche und/ oder die Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen wie es z.B. die Firma UMCO anbietet, können dem Auftraggeber mit angeboten werden. UMCO ist, wie der Logistikplaner Rusche, ebenfalls Partner im Ingenieurwerk. Dieses Partner-Konzept ermöglicht es, das eine große Expertise beim Kunden zum Einsatz kommt – für den Kunden ist das von Vorteil, hat er doch während des ganzen Prozesses nur einen Ansprechpartner.

Ansprechpartner bei planwerk elbe zum Thema Gefahrstofflager:

Matthias Fritsch
Matthias Fritsch
Dipl.-Ingenieur
Telefon: 040/ 41921 – 100
Mail: info@planwerkelbe.de
www.planwerkelbe.de

 

Glossar:

Gefahrstoffe

Als Gefahrstoffe gelten Stoffe oder Mischungen die entweder explosionsgefährlich, entzündlich, giftig, gesundheitsschädlich, ätzend, reizend, sensibilisierend, krebserregend, fortpflanzungsgefährdend, erbgutverändernd oder umweltgefährdend sind.R elevant für die Klassifizierung und Einstufung der gelagerten Gefahrstoffe sind die so genannten Lagerklassen.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Gefahrstoff

Gefahrstofflager

Gefahrstofflager kann es in jeder typischen Bauform für Lager geben wobei je nach Menge bereits ein Gefahrstoffschrank oder Gefahrstoffcontainer in Frage kommt. Beim so genannten „Giftschrank“ in einem Gartencenter handelt es sich also bereits um ein Gefahrstofflager. Das Besondere sind jeweils die Schutzkonzepte, die sich aus den Forderungen einschlägiger Gesetze, Verordnungen, Technischer Regeln oder Unfallverhütungsvorschriften ergeben.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Gefahrstofflager

Gefahrstoff versus Gefahrgut

Innerhalb Deutschlands regelt die Gefahrstoffverordnung (GefStoffV), welche Stoffe und Gemische als gefährlich gelten (§ 3, GefStoffV). Sie gibt auch vor, welche Schutzmaßnahmen im Umgang mit Gefahrstoffen und deren Lagern getroffen werden müssen. Wenn Sie nun einen Gefahrstoff transportieren lassen müssen, dann können Sie in den Klassifizierungsvorschriften des jeweiligen Verkehrsträgers (ADR für Straße, RID für Schiene, ADN für Binnenschiffe, IMDG-Code für See und IATA-DGR für Luft) nachsehen, ob dieser Gefahrstoff ein Gefahrgut ist. Denn auch wenn ein Stoff gemäß Chemikalienrecht als Gefahrstoff eingestuft ist, so gilt er nicht automatisch als Gefahrgut.

Quelle: http://www.kroschke-blog.eu/arbeitsschutz-und-praxis/gefahrguttransport/was-ist-gefahrgut-und-was-ist-gefahrstoff

Lagerklasse

Jedem gelagerten Gefahrstoff ist, abhängig von seinen Gefahrenmerkmalen, eine Lagerklasse zugeordnet. Sie ist bei der Gefahrstofflagerung von Bedeutung.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Lagerklasse

TRGS 510 – Technische Regel für Gefahrstoffe

TRGS 510 gilt für das Lagern von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern einschließlich der Tätigkeiten

1. Ein- und Auslagern,
2. Transportieren innerhalb des Lagers,
3. Beseitigen freigesetzter Gefahrstoffe

http://www.baua.de/de/Themen-von-A-Z/Gefahrstoffe/TRGS/pdf/TRGS-510.pdf?__bl

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